Ich wurde am Montag mit meinen Diagnosen konfrontiert. Ich habe meinen Klinikbericht gesehen/gelesen und meine (jetzige) Ex-Thera meinte nur „Oh ja, mit Verdacht auf diesen beiden (Diagnosen) habe ich dich in die Klinik geschickt.“
Und ich dachte mir nur, dass ich die eine schon kenne, seitdem ich 15 bin, aber die andere hat mir ein wenig den Boden unter den Füßen weggezogen. Die in meiner Klinik meinten auch nur, dass ich eigentlich auch nur ein paar Anzeichen davon habe, aber eben nicht die volle Diagnose kriege. Und dann hatte der 35A Antrag die volle Diagnose und der Bericht auch und dann noch meine Thera am Montag und ja, ich hatte es selber vermutet, aber meistens dann soweit von mir weggedrückt. Sodass kein Platz für eine ernsthafte Auseinandersetzung erfolgen könnte. Was du nicht sehen willst, existiert auch nicht. Oder so ähnlich…
Das heißt ich habe jetzt eine offiziell diagnostizierte Persönlichkeitsstörung. Noice. Und ja, ich messe diesem jetzt keinen elementaren Wert zu, aber in leisen Momenten schleicht es sich hoch. Zumal mir selber die Vorurteile im Gedächtnis sind, die ich diesen Menschen gegenüber habe (ich kenne ein paar mit dieser Diagnose). Und die „Heilungschancen“ sind auch nicht so hoch, zumal nicht allzu viele Therapeuten sich gerne damit auseinandersetzen. Ich werde trotzdem weiter machen. Wenn ich es bis jetzt irgendwie geschafft habe, werde ich es weiterhin schaffen.
Wer kann mir vorschreiben, was möglich ist und was nicht?
Ich glaube, ich werde nur die dunklen Momente fürchten/meinen Respekt vor ihnen haben, so aus der Erfahrung heraus.
XO Louis
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