Bilder fliegen vor meinen Augen
Ich lese das Wort "Rauchen" in einem Beziehungskontext und muss an L denken. Der, wenn er schlecht drauf war oder getrunken hat, geraucht hat. Und er war ab einem bestimmten Zeitpunkt in unserer Beziehung immer häufiger schlecht drauf. Lag wohl an mir.
Und dann kommen da noch mehr Bilder, weil wir ab einem bestimmten Zeitpunkt in unserer Beziehung sehr viel häufiger betrunken waren als nüchtern.
Ich konnte seine unterschwellige Unzufriedenheit, die er auf mich projiziert hat, nicht mehr aushalten. Er hat so viel an mir kritisiert und meine Meinungen, Gefühle und alles was ich mochte schlecht geredet. Dass es politisch und kultureller Bullsh*t wäre, was ich mögen/denken/etc. würde.
Mein Ich... war abstoßend für ihn.
Ich habe später herausgefunden, was ihn noch mehr an mir anekelt. Und dass er eigentlich in seinen besten Freund verliebt ist, aber er mich nimmt, weil sein Freund kein Beziehungsmensch ist und dass eh nichts werden würde.
Autsch, oder so ähnlich.
Es tut hin und wieder immer noch weh, darüber nachzudenken.
Seine Doppelmoral, unsere Streits waren am Ende nicht mehr auszuhalten. Zum Glück war ich am Ende nicht mehr so viel nüchtern. Wir konnten uns scheinbar nicht anders aushalten.
Und all das nur, weil er sich selbst nicht mochte, sein Umfeld, in dem er damals lebte, und dass sich nichts ändert (weil er auch nichts dafür getan hat).
Das ist jetzt zwei Jahre her und .. es fühlt sich an manchen Tagen an wie Gestern.
Es ekelt mich manchmal an, wie sehr wir in den Alkoholismus abgedriftet sind, und es uns auf eine komische Art schön geredet haben. Weil wir ja "nur" Rezepte aus dem Internet ausprobieren wollten. Ich war zwar längere Phasen am Stück bei ihm, aber ich habe die Zeit genossen, die ich weg war. Endlich mal nicht Alkohol trinkend, nebeneinandersitzend den Abend verbringen, ohne miteinander zu reden. Ich habe mich vor den Abenden insgeheim gefürchtet, aber nüchtern konnte ich es auch nie aushalten. Seinen unterschwelligen Hass.
Aber am meisten habe ich es gehasst, wenn du betrunken geraucht hast. Weil ich dann wusste, dass du ein Level von Abgefucktheit erreicht hast, von dem man dich nicht mehr runter holen konnte, und vor dem ich Angst hatte. Du warst dann immer so su*z*dal. Und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Es ist nicht meine Aufgabe, dir in solchen Momenten zu helfen. War es nie. Bei keinen meiner Ex-Partner.
Und ich war dann immer so wütend, wenn du so warst. Es war unfair von dir, dass auf mich abzuladen und zu erwarten, dass ich damit umgehen kann und dir im besten Falle noch helfe. Wobei du mir nie gesagt hast, was du eigentlich in solchen Momenten willst. Du hast mir nur gesagt, wie wenig dir alles bedeutet und das tat dann auch schon weh. Ich wollte nicht dein Faden zum Leben sein, aber ich wollte zumindest, dass ich dir ein Mindestmaß bedeute. Aber nein, du wärst lieber mit T zusammen gewesen. Warum auch immer.
Ich fand es widerlich, wie du mir es mir nie gesagt hast, sondern ich es über 5 Wege herausfinden musste.
Ich glaube, ich habe deinen Charakter einfach nie verstanden. Er verirrt und ver-wirrt sich auch in meinem Kopf, wenn ich versuche, darüber nachzudenken. Nur ein unbestimmtes Gefühl bleibt, wenn ich an dich und unsere Beziehung denke. Ein Geschmack im Mund, den ich loswerden will und die Bilder gleich dazu.
Manchmal würde ich gerne wissen, wieso. Aber dann frage ich mich, wirklich? Und dann weiß ich, nein, will ich nicht. Ich werde einfach versuchen, soviel Schadensbegrenzung wie möglich zu betreiben und unsere Zeit versuchen zu vergessen.
Viel widerlicher fand ich dann doch, dass du nicht mal einen Monat nach unserer Trennung einen Neuen hattest. Also habe ich dir absolut nichts bedeutet, auch wenn du sooft gesagt hast, dass du mich liebst. Lüge. Lügen. Überall sind deine Lügen, die meinen Kopf und meine Erinnerungen verkleben.
Ich wünsche dir nichts gutes. Vielleicht auch, weil ich etwas nachtragend bin und diese Zeit noch nicht therapiert habe. Wer weiß.
Aber ich denke unfreiwillig an dich. Jedes Mal wenn ich etwas sehe, was du mochtest, geschaut hast oder eine Meinung drüber hattest (was sehr vieles war).
Ich hasse dich nicht (direkt). Aber es sind andere Gefühle, für die ich (noch) keine Worte habe.
Ich bin froh, dass du kein (aktiver) Teil meines Lebens bist.
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