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19/08/20

Ich weiß nicht, was und wer ich bin. Ich treffe immer wieder die falschen Entscheidungen, die aber nichtsdestotrotz gut ausgehen. Warum? 
Was will das Schicksal von mir? 
Ich kann scheiß Entscheidungen treffen, und doch komme ich mit nur einem blauen Auge davon. 
Gehe ich unterbewusst von mehr Mist aus, als realistisch wäre? Oder was ist das? Ich behaupte immer mal wieder, dass ich als Kind in den Glückstopf gefallen bin, weil ich trotz all des Mists immer noch das beste Los bekommen habe. Es hätte mit mir noch mehr bergab gehen können. Aber nein, hier stehe ich. Lebendig, non addicted, und habe mein Leben mehr oder wenig geordnet, stabile Beziehungen (oder so ähnlich???). 
WTF? Ich würde es nicht ändern wollen, aber es stellt mich vor viele Fragen. Wieso? 
Welche Sterne standen richtig am Tag meiner Geburt? Obwohl meine ganze Familie heimlich denkt, dass ich zur falschen Zeit am falschen Ort war (a.k.a meine Geburt). Und doch… kann ich nicht leugnen, dass ich es gut hatte. Also die gute scheiße hatte. War schon echt nicht gut und echt traumatisch, aber ich kann trotzdem mein Leben leben, als wäre ich nicht durch eine traumatische Kindheit/Jugend gegangen. 
Fast zwei Dekaden alt, und nur die letzten 3 Jahre waren … gut? Ohne direkten Einfluss der F*milie. 

Gleichzeitig frage ich mich, wo ich falsch abgebogen bin im Leben. Es hätte so viel besser sein können. Ich habe während ich mein Leben gerettet habe, so viele falsche Entscheidungen getroffen. Die anderen weh taten. Oder mir. Oder beiden. 

Mein Leben fängt bald wieder an normal zu sein. Also nach außen hin normal. Ich fange meine Ausbildung an und lebe damit die deutsche Norm. Ich wollte mein Leben lang nur normal sein. Der Norm entsprechend sein. Und doch habe ich meine Andersartigkeit gemocht. 
 Ich wurde in meinem Traum heute dafür verfolgt und versucht worden, weil ich rothaarig bin. Sie hassten mich dafür. Fanden es abstoßend und abnormal. 
Ich trage so viele Ängste und Traumatas von anderen in mir rum. On top von meinen eigenen. Sie brennen sich in mir ein. Zu empathisch? 
Laut der Auswertungen meiner Therapeutin ist meine Emotionstoleranz so niedrig, dass normale Gefühle ausreichen, dass mein Unterbewusstsein sie für gefährlich hält und die wegschaltet. Abspaltet. Und damit eine Folge eventuell, dass ich weniger Empathie nach außen trage, obwohl ich sehr viel davon in mir hab. 
Ich bin komisch normal. Wenn das jemand versteht. 
Ich fühle mich halbwegs normal, abgesehen von den Schmerzen in meinem Fuß, den ich versuche so gut es geht, wegzuschieben. Weil er zu viel antriggert. 

Ich kann meinen Körper nicht spüren. Weil Angst. Trauma. Alles. Zu. Viel. 


L

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