Direkt zum Hauptbereich

05/06/20

Finally… ich hab endlich eine Therapeutin, die es sich auch vorstellen kann, mit mir zu arbeiten. 
Jetzt heißt es: wer bin ich und wer will ich sein? 
Wo komme ich her und was hat das mit mir gemacht? 

Momentan verbringe ich die meiste Zeit bei meinem Boifriend oder in meiner WG. In der relativ viele Leute aus der Klinik wohnen. Und nachdem meine Bezugsbetreuerin aufgehört hat zu arbeiten, kriegen wir eine neue Mitarbeiterin. Und guess what… sie war mal eine Betreuerin aus der Klinik. Lol. Wir hassen es. Also die Leute, die sie kennen. Und ich will meinen alten Bezug wieder haben. Warum musste sie auch schon in Rente gehen. 
Ich hasse es. Sie ist wie mein jetziger Bezug. Und die gute Frau mag ich nicht wirklich, bzw. Ich komme mit ihrer Art nicht klar. 

Ein Aussichtspunkt ist der, dass ich in zwei Wochen wieder tattowiert werde. Und im Juli habe ich noch einen Termin für ein kleines WannaDo. Der einzige Grund, warum ich jemals wieder in die alte Heimatstadt fahre. Tattoos und Piercings. Weil ich den Leuten vertraue und weiß, dass sie ihren Job zu meiner Zufriedenheit machen werden. Ich finde die Tattoostudios in meiner jetzigen Heimatstadt nicht wirklich gut (weder vom Stil noch vom Preis her).
Aber hey, ich werde mir dafür in Zukunft länger überlegen müssen, was ich für ein Motiv will. Und das Geld in meiner Jugendhilfe ist jetzt auch nicht so viel. Lol. 

Mir geht’s soweit ganz okay. Ich spüre, dass unter meiner Oberfläche von Zeit zu Zeit was brodelt. Aber die Medis decken es. Ob das gut oder schlecht ist, bleibt jedem selber überlassen. 
Ich bin nur dauerhaft scheiße müde. Hmm… 

XO Louis

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

27/10/25

 Immer noch da und irgendwie mittlerweile sogar glücklich und stabil.  Es ist kaum zu glauben. Mir haben wohl immer die richtigen Hormone gefehlt. Essstörung nur als Ausdruck des falschen Körper(-bildes). Was ein Witz, den gehen tut sie trotzdem nicht. Aber die Depression ist besser und eigentlich nicht mehr da. Die Panikstörung auch nur noch minimal. Und wenn dann auch nur noch bei Trauma bezogenen Dingen.  Vielleicht kommt auch bald dann noch die Mastek. Dann kann ich glücklicher leben und freier atmen. Vielleicht sogar glücklich sterben, irgendwann in 50-60 Jahren. Wow, was eine lange Zeit, um zu leben.  Ich kann mittlerweile sogar den Anspruch verstehen, warum man versucht glücklich zu sein bevor man stirbt. Es lebt sich besser. Aus Traurigkeit zu sterben ist ... nicht erfüllend.  Ich denke manchmal an meine Jugend, in Fetzen, und bin ganz okay. Ich hänge nicht mehr so in der Tiefe und der Melancholie und dem ganzen Leiden. Ich habe es ein bisschen abgestrei...

14/11/24

 Mich gibt’s noch, oder so ähnlich.  Einiges wurde in der aktuellen Stadt zu Ende gebracht. Ausbildung. Beziehungen.  Jetzt geht’s für mich in die nächste Stadt. Oder wieder zurück, je nachdem wie man es betrachtet.  Einige Gedanken kommen da wieder hoch, Erinnerungen gleich dazu.  Ich muss mich zum Teil wieder vermehrt aktiv damit auseinandersetzen, mich abzugrenzen.  Von den Erinnerungen, von dem ich, dass ich damals war. Ich bin jetzt älter, anders, erwachsener. Mehr ich.  Ich bin nicht mehr dieselbe Person und doch … die Erinnerungen kleben ja doch an mir und sind da und haben mich geformt.  Hilft auch nicht, dass ich ziemlich nah an den alten Stadtteil gezogen bin. War keine aktive Entscheidung. Und auch keine, auf die ich aktiv stolz bin.  Naja, die Wohnung ist gut und ich kann mich auch in den östlichen Teil orientieren, da war ich noch nie.  Aber zurück zu kommen hat auch Vorteile. Es fühlt sich alles wieder familiär an, bekannt....
Ich bin seit letzter Woche wieder aus der Klinik raus und mir geht es seitdem so dreckig. Ich habe null soziale Interaktionen (nicht, dass ich nicht wollen würde) und meine Depression lässt grüßen. Ich nehme alle offiziellen Sachen wahr (was nicht viel ist), aber gleichzeitig hab ich für nichts Kraft und Energie und Motivation. Ich drehe langsam wieder mal durch, ich hab keine Verbindung mehr zu meinen Gefühlen und ich vermisse Menschen. Meine Bezugsbetreuerin aus der Klinik, meine Therapeutin, die grün-links versiffte Stadt und meinen Standard-Balzac. Ich bin so leer und meine Medis wirken nicht und ich verstehe mittlerweile sehr gut, woher die Motivation zum Arbeiten herkommt. Ich will wieder was fühlen. Ich will leben.